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Was sind Wildacker-Pioniermischungen? Funktion, Zusammensetzung und Vorteile

Die Wildacker-Pioniermischungen haben ihren Namen daher, dass sie besonders auf unkultiviertem Boden gute Ergebnisse erzielen. Böden wie Rohböden auf alten EU-Brachflächen, Schneisen oder Blößen bieten den meisten Pflanzen ungeeignete Bedingungen, sodass für sie eine spezielle Saatgutmischung notwendig ist. Wildacker-Pioniermischungen sind deshalb aus Pflanzen zusammengestellt sind, die vergleichsweise anspruchslos sind.

Wildacker-Pioniermischungen: Anspruchslose bis mäßig anspruchsvolle Pflanzen

Die Wildacker-Pioniermischungen eignen sich sowohl für Hoch- als auch Niederwild. Zudem dienen sie der Äsung und der Deckung des Wilds. Die Saatgutmischung einer Wildacker-Pioniermischung besteht meist aus dem Samen folgender Pflanzen:

  • Seradella
  • Esparsett
  • Phacelia
  • Kulturmalve
  • Waldstaudenroggen
  • Süßlupinen
  • Schwarzhafer
  • Hornschotenklee
  • Buchweizen
  • Weißklee
  • Winterrübsen
  • Winterfutterraps

Diese Pflanzen sind anspruchslos bis mäßig anspruchsvoll und gedeihen auch auf schlechten Böden optimal. Während Phacelia, Süßlupine und Kulturmalve die Bodenqualität verbessern, stellen Schwarzhafer, Buchweizen und Waldstaudenroggen eine schmackhafte Äsung dar. Leguminosen und Klee wiederum erzeugen einen Nährstofflieferanten für anspruchsvollere Pflanzen, indem sie Stickstoff sammeln.

Tipp

Winterfutterraps und Winterrüben zeigen den Zustand des Bodens an: Werden die Pflanzen 30 bis 40 cm hoch, verfügt die Erde über einen guten Nährstoffgehalt. Wachsen sie jedoch nur wenige Zentimeter in die Höhe, mangelt es an wichtigen Nährstoffen.

Wildacker-Pioniermischungen wachsen auch bei niedrigem pH-Wert

Vor der Erstanlage sollte der Kalkgehalt des Bodens untersucht werden. Während andere Pflanzen einen pH-Wert von 5,3 bis 7,0 benötigen, geben sich die Pflanzen der Wildacker-Pioniermischungen auch mit niedrigeren Werten zufrieden. Allerdings sollte der Wert nicht unter 5,0 liegen.

Ein weiterer Vorteil der Pioniermischungen ist, dass der Wildacker nach der Aussaat kaum Pflege braucht. Der Stroh- und Grünmasseanteil der Pflanzen wird nach der zweijährigen Kulturzeit als Humusbildner in den Boden verarbeitet. Volldünger ist nur in Ausnahmefällen zu verwenden, empfehlenswerter sind Kompost und Viehmist. Zudem ist darauf zu achten, dass zwischen der Stickstoffdüngung und der Kalkung der Fläche mehrere Wochen liegen.

Info

Bei Rohböden kann es durch einen Mangel an Knöllchenbakterien zu Ausfällen der Leguminosen kommen. Dies kann nur durch eine ausreichende Nährstoffversorgung und wiederholte Bewirtschaftung vermieden werden. Die Wildacker-Pioniermischungen bewirken jedoch auch ohne diese pflanzlichen Komponenten eine Aufwertung der Bodenqualität.

Dank der Wildacker Pioniermischungen lassen sich somit auch Böden mit schlechter Qualität in einen ertragreicheren Zustand versetzen. Stöbern Sie in unserem Shop und finden Sie die passende Wildacker-Pioniermischung für Ihre Zwecke!

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